Eine 6000 Jahre alte Mooreiche kommt bei uns auf den Tisch

Als ich bei meinem Holzhändler des Vertrauens diese Holz-Bohle gesehen habe war mir sofort klar – die musst Du verarbeiten. Es ist schon was ganz Besonderes ein Stück Holz zu bearbeiten welches als Subfossil gilt da es ca. 6000 Jahre im Moor gelegen hat bevor es geborgen wurde. Ein ehrfürchtiges Gefühl. Was ist schon die Zeit eines Menschenlebens in vergleich mit diesem Stück Holz. Die Farbgebung die das Moor in der ganzen Zeit dem Holz gegeben hat ist beeindruckend, vor allem wenn man es mit einer „jungen“ Eiche vergleicht.

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Bereits beim Sägen ist mir der spezielle Geruch des Holzes aufgefallen, ich finde er erinnert stark an Holzkohle, ein toller Geruch. Die schöne natürliche Form der Mooreiche lässt die Holz-Bohle nach all der Zeit immer noch so lebendig wirken…

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Das Design - Eine klare Aufgabe für meine Freundin! Da wir Kontraste lieben, waren wir uns schnell einig, wir werden die Mooreiche mit weißem Kunstharz kombinieren. Das Ergebnis kann nur gut werden. Gesagt getan, nachdem ich die Mooreiche zugesägt, gehobelt und geschliffen habe wurde sie mit Kunstharz versiegelt. Nachdem ich die Mooreiche vorgossen hatte war ich schon fast traurig das die Eiche wieder im Moor, diesmal jedoch eher weißen Epoxy-Moor versunken ist.

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Doch Sie kommt wieder und wie! Wie der schwarze Phönix aus der weißen Asche! Als ich die Epoxidharz-Platte so fertig gegossen vor mir auf dem Werktisch sehe, gefallen mir die Proportion nicht. Meiner Auffassung nach geht die Mooreiche bei dem ganzen Kunstharz unter.

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Tauchsäge raus und ran ans Werk!  Von 90 cm Breite Säge ich die Tischplatte auf exakte 55 cm Breite zu. Perfekt!

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An der Schnittkante haben wir jetzt eine kleine Live-Edge, sprich, man sieht das Holz von der Seite, sehr schön. Jetzt gefällt mir das Gesamtbild richtig gut! Das schöne an unserem Epoxidharz ist die Tatsache das man es sehr gut mit einem Elektrohandhobel hobeln kann. Das funktioniert jedoch nur wenn der Gießprozess unter optimalen Bedingungen durchgeführt wurde ansonsten splittert das Harz und man kann das Projekt beerdigen... Eventuell wird sich der eine andere Fachmann jetzt fragen, warum benutzt der nicht ein einen großen Stationären-Hobel auch Dicken-Hobel genannt, das wäre doch viel einfacher. Antwort: Wir nutzen keine halbautomatisierten Anlagen, Handwerk ist Handwerk. Nur von handgeführte Maschinen werden eingesetzt. Keine Frage, es dauert länger und ist auch noch deutlich anstrengender jedoch habe ich nur so jeden Kontakt mit den Materialen selbst „in der Hand“. Nach etlichen Hobelschritten, immer nur wenig mit möglichst gleichmäßigem Druck abtragen, sicher ist sicher, wird die Mooreiche immer präsenter. Was für ein schöner Anblick! 

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Da ich mich nun kurzfristig anderen Themen widmen muss, z.B. der Tatsache das der Zahnriemen meines Elektrohobels sich kurzerhand verabschiedet hat, lasse ich das Projekt ruhen. Sobald ich die Mooreiche fertiggestellt habe, komplettiere ich den Beitrag.

 

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Bis bald.    

 

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